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Meine Güte, wie die Zeit rennt! Es ist jetzt tatsächlich schon zehn Jahre her seit dem letzten Studiowerk («For All Kings») von ANTHRAX. Die Jungs um Gitarrist Scott Ian haben mit dem zwölften Album einen weiteren Meilenstein abgeliefert und bleiben ihren alten Wurzeln treu, bedienen aber auch die Fans der neueren Ausrichtung.
Metal Joe hat sich nicht um den Job beworben. Beim Bloodstock 2021 tauchte er einfach im Zelt von Green Lung auf, stellte sich mit den Worten "Ello, I'm Metal Joe" vor – und ist seitdem nicht mehr weggegangen.
War «One Assassination Under God – Chapter 1» noch MARILYN MANSONs unerwartete Rückkehr zu alter Form, so ist «Chapter 2» das dunklere Spiegelbild, das einem aus dem Spiegel entgegenblickt.
Für viele galten sie als erledigt, doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Dies trifft auch auf die Hardcore-Truppe MADBALL zu. Trotz der Tatsache, dass ihre letzte Platte «For The Cause» satte acht Jahre zurückliegt, lassen die New Yorker nun wissen, dass sie immer noch da sind.
Mit ihrem selbstbetitelten fünften Album bewegen sich KHEMMIS weiterhin weit über die Grenzen des traditionellen Doom Metal hinaus. Die gewohnte Schwere und Melancholie sind nach wie vor vorhanden, doch dieses Album wirkt wie eine epische Heavy-Metal-Reise und weniger wie ein langsames, erdrückendes Doom-Album.
«Via Miseria IV» versprüht einen leicht arroganten Charme, als wäre HOKKA bewusst, wie durchdacht und wirkungsvoll ihr Sound ist. Stellt Euch eine nächtliche Küchensession vor, bei der jemand einen Hauch von Robbie Williams, eine Prise ABBA und eine grosszügige Portion The Rasmus zusammenwirft und alles zu einer glänzenden, emotionsgeladenen Hitformel vermischt.
Mit ihrem Debüt «Lore» legten THE NARRATOR einen soliden Grundstein – ein Album, das allerdings noch zwischen Genre-Standards pendelte und einen eigenen Stil vermissen liess. Der Labelwechsel zu Nuclear Blast Records erhöhte den Erwartungsdruck spürbar. Zwei Jahre später kehren die Ruhrgebietler mit «Phosphor» zurück. Die Frage steht im Raum: Haben sie ihr Alleinstellungsmerkmal gefunden?
"Keine Frage: Qualität muss immer vor Quantität gehen", erklärt DIMMU BORGIRs Silenoz mit ruhiger Gewissheit. "Wir setzen uns zwar irgendwann Deadlines, aber in der Anfangsphase eines neuen Albums gibt es überhaupt keine Zeitpläne. Eile bedeutet uns nichts. Die kraftvollste Black Metal Kunst lässt sich einfach nicht erzwingen, ohne ihre Essenz zu verlieren." Nun, ob man mit siebzig Minuten Spielzeit diesem Credo wirklich gerecht wird?
Beim Namen SEPULTURA zieht sich ein Riss durch die Fangemeinde, der seit 1996 nicht mehr zu kitten ist. Für den Grossteil der Community existierte Sepultura bloss in der Urformation und starb mit dem Weggang von Frontmann Max Cavalera. Dies war aber kein Grund für die verbliebenen drei Musiker, die Flinte ins Korn zu werfen.
Einer der Vorreiter des Death Metal meldet sich mit seinem zwölften Album «Descent» lautstark zurück. IMMOLATION werden auch nach 37 Jahren langjährige Fans wie ahnungslose Neulinge mit Hymnen der Dunkelheit und Wut konfrontieren.